Sessionbericht: DSDEBS oder Wie der Bad Cop zur Wischmaus wurde

Ihr wollt wissen, was in den Sessions passiert ist, die ihr beim eBookCamp verpasst habt? Oder habt gleich das ganze Camp verpasst? Lest einfach hier nach! Wir veröffentlichen nach und nach die Eindrücke unserer fleißigen Sessionpaten.

Steffen Meier und Vedat Demirdöven: Deutschland sucht den E-Book-Star. Eine Bestandsaufnahme

von Kai Wels (www.kaipiranha.de)

DSDEBS steht weder zur Wahl zum Jugendwort des Jahres 2014 noch ist es das neue Format eines privaten TV-Senders. Es ist vielmehr der Titel der Session von Vedat Demirdöven und Steffen Meier, die gemeinsam ihren Erfahrungsbericht als Jury-Mitglieder für den 1. Deutschen E-Book Award mit dem aufmerksamen Publikum teilten: Deutschland sucht den E-Book Star!

Steffen Meier hielt gleich zu Beginn fest, dass die Arbeit als Jury-Mitglied „echt anstrengend“ gewesen sei. Kein Wunder, schließlich musste aus 62 Einreichungen die Spreu vom Weizen getrennt werden, bei dem der selbsternannte Bad Cop Meier auch die durchaus deutlichen Qualitätsunterschiede der E-Books erläuterte. Für den Award durften nicht nur Verlage ihre Produkte vorstellen, sondern auch Self-Publisher und andere Unternehmen. In den zwei Kategorien Enhanced E-Books und Apps musste die Jury also erstmal bestimmte Kriterien definieren, um eine Vergleichbarkeit abzuleiten. Die Schwerpunkte Innovation, Usability und technische Umsetzung bildeten so den Rahmen in der Bewertung.

Dann führte Meier durch die Shortlist in der Kategorie Enhanced E-Books mit der Unterstützung von Vedat Demirdöven, der den Titel „Wischmaus“ ob seiner eigenen beträchtlichen Digitalkompetenzen eindeutig nicht verdient hat. Eine Prezi über das iPad zu bedienen ist jedoch nicht jedermanns Sache, wie Meier später selbst demonstrieren durfte. Die Beispiele für innovative E-Books im Enhanced Bereich beeindruckten das Publikum zweifellos mehr. Besonders der junge Gewinner in dieser Kategorie, Andreas Huber mit Physik 7, überzeugte nicht nur die Teilnehmer vom eBookCamp, sondern auch Jury-Mitglied Steffen Meier: „Wenn ein 17-jähriger Self-Publisher ein zeitgemäßes und interaktives Lehrbuch produzieren kann, das besser ist als von großen Verlagen, dann ist das eine echte Klatsche!“

Vedat Demirdöven und Steffen Meier

„Good Cop“ Vedat Demirdöven (li.) und „Bad Cop“ Steffen Meier, © Felix Wolf

Danach übernahm Steffen Meier die Rolle der iPad-Prezi-Wischmaus und übergab den Moderatorenstab an Vedat Demirdöven, der die Nominierten in der Kategorie Apps vorstellte. Bei der sehr aufwändigen Umsetzung der Netwars App wurde im Publikum die Frage gestellt, inwieweit sich eine solche Produktion überhaupt rechnen würde. Vedat Demirdöven hatte als Good Cop gleich die passende Antwort parat: „Netwars ist ein sehr gutes Beispiel, wie man mit einem internationalen Vertriebsansatz die höheren Produktionskosten finanzierbar machen kann.“ Den Gewinner des 1. Deutschen E-Book Awards in der Kategorie Apps lobte er für den sinnvollen Einsatz der technischen Möglichkeiten und multimedialen Anreicherungen der historischen Biographie von „Carl Lutz“.

Die Vorlage des Deutschen E-Book Award war der Digital Book Award aus den USA. Hier sei der E-Book Markt auch bereits viel weiter als in Deutschland, berichtete Demirdöven, als er die Möglichkeiten von ePub3 etwas genauer vorstellte. Dort werde dieses Format schon sehr grundlegend eingesetzt, wohingegen in Deutschland die Verlage noch sehr zögerlich darauf reagierten. Nicht nur die Einbindung von Rich Media oder Quick Polls in E-Books, die Vedat an einem Beispiel eindrucksvoll demonstrierte, auch die Option für fortlaufende Aktualisierungen bei Enhanced E-Books seien besonders im Sachbuchmarkt sehr interessant.

Schön ist ja, dass man auch bei jeder Veranstaltung immer etwas dazu lernen kann. So wurde aus dem Publikum das sog. D’Artagnan-Prinzip bei der E-Book Herstellung kurz erläutert, was sinnbildlich soviel bedeutet wie: Eines für alles. Man bricht aufgrund der vielen unterschiedlichen Lesegeräte und Systeme die Produktion auf den kleinsten gemeinsamen Nenner runter, um damit eine technische Quelldatei zu erzeugen, die am meisten kompatibel ist. Und hier beißt sich die Katze wieder in den Schwanz, denn die Nutzung von Enhanced E-Books von einer Qualität der Preisträger des E-Book Awards ist nach wie vor stark abhängig von der Verbreitung und technischen Ausstattung der Geräte.

Abschließend war man sich aber darüber vollkommen einig, dass eine Verbindung des Deutschen E-Book Awards mit der Stiftung Buchkunst ein Gewinn für alle wäre. Und beim Rausgehen schwirrten dem optimistischen Berichterstatter die historischen Worte durch den Kopf: „Es wächst zusammen, was zusammen gehört.“

Die Präsentation von Steffen und Vedat findet ihr auf prezi.com. Infos zum 1. Deutschen eBook Award: www.deutscher-ebook-award.de.


Sessionbericht: Ein Traum von einem Buch

Ihr wollt wissen, was in den Sessions passiert ist, die ihr beim eBookCamp verpasst habt? Oder habt gleich das ganze Camp verpasst? Lest einfach hier nach! Wir veröffentlichen nach und nach die Eindrücke unserer fleißigen Sessionpaten.

Luise Schitteck und Johanna Schaumann: Ein Traum von einem Buch

von Edda Klepp (dasseitenfresserchen.blogspot.de)

Luise Schitteck und Johanna Schaumann in ihrer Session "Ein Traum von einem Buch"

Luise Schitteck (li.) und Johanna Schaumann in ihrer Session „Ein Traum von einem Buch“, © Felix Wolf

Vieles ist inzwischen mit E-Readern möglich. Doch je ausgefeilter die Technik, desto mehr potenzieren sich auch die Fehlerquellen. Kein Wunder, dass die Kundschaft da oft nicht allein weiter weiß und sich mit Fragen an die Bücher-Fachwelt wendet. In ihrer Session „Ein Traum von einem Buch“ auf dem eBookCamp Hamburg 2014 berichteten Luise Schitteck von readbox und Johanna Schaumann vom Carl Hanser Verlag von ihren persönlichen Erfahrungen mit Kundenanfragen. Und ein wenig Katzen-Content gab es kostenfrei gleich noch dazu.

Der Draht zur Ebook-Kundschaft

Mit mehreren Katzen teilt sich Luise Schitteck ihre vier Wände daheim. „Wie ich aussehe, das wisst ihr ja jetzt, deswegen habe ich ein Bild von einer Katze genommen“, eröffnete sie launig die Session mit Blick auf die Projektion ihrer biografischen Daten nebst Konterfei des Stubentigers an der Wand. Die Lebensläufe der beiden Leiterinnen waren denn auch schnell umrissen. Sie, Luise, arbeitete lange Jahre als Buchhändlerin und hatte daher ständig den direkten Draht zur Ebook-Kundschaft, die andere, Johanna, beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema Ebook in ihrem Verlag und hat deswegen oft Fragende in der Telefonleitung. Ihr Vorgehen: „Wir als Verlag verweisen grundsätzlich auf den Support der Verkaufsplattform.“

Denn meist sind es ohnehin die technischen Fragen, die der Kundschaft Kopfzerbrechen bereiten, am Telefon lässt es sich da nur schwer helfen, vor allem in Hinblick auf die Vielfalt der inzwischen gängigen Systeme. „Wie kriege ich das Ebook auf den Reader? Warum kann ich eine PDF nicht lesen? Wie komme ich an meine Kennung heran, die ich bei der Registrierung abgeben musste?“ – All das sind Fragen, die Luise im täglichen Kundengespräch immer wieder begegneten. Fragen also in der Hauptsache nach den Themen Kopierschutz und Synchronisation.

Bequeme Lesealternative

Nicht selten ging für die Lösung des Problems da auch schon mal die eigene Freizeit flöten. „Ich habe mir das dann alles nach der Arbeit angelesen“, berichtete Luise. Für die Hilfesuchenden hat sie viel Verständnis. Man könne nicht erwarten, dass sich diese mit allem allein auseinandersetzten. In der Hauptsache waren ihre Kunden weiblich, 40+ und wünschten sich eine bequeme Lesealternative zum unhandlichen und schweren Buch für den Urlaub oder auch die Badewanne. Technische Kenntnisse brachten die wenigsten mit.

Johanna machte da im Verlag schon andere Erfahrungen. „Bei mir sind es zu 90 Prozent technisch affine Männer mit detaillierten und gezielten Fragen“, sagte sie. Aber auch die Rechtschreibung oder die Darstellung im Ebook scheint die Menschen zu bewegen. „Warum ist das Bild im Ebook einen Absatz weiter unten als im Printbuch?“, gab Johanna eine der Fragen wieder und ergänzte sogleich: „Wie geht man denn damit um?!“

Arbeitsaufwand in keinem Verhältnis

Ob im Verlag oder in der Buchhandlung – der Arbeitsaufwand bei der Behandlung der technischen Wehwehchen steht oft zum Nutzen für den Verkäufer oder Produzenten in keinem guten Verhältnis. Dies wurde auch im anschließenden Gespräch in der Sessiongruppe deutlich, bei der andere ebenfalls ihre Erfahrungen mit Kundenanfragen zum Besten gaben. Vor allem dann nicht, wenn sich die Fachkraft ständig in neue Felder einarbeiten muss.

Auf die Frage, ob sich denn durch die Wlan-Fähigkeit der neuesten Generation viel verändert habe, reagierte Johanna prompt. Und mit Humor: „Ja, dadurch kommt jetzt diese Problematik auch noch dazu…“

Häufig benannte Themen

Vor allem die folgenden Wünsche sind aus Sicht der Kunden häufig im Fokus:

  • Das einfache Downloaden (gegebenenfalls vor Ort in der Buchhandlung) von einzelnen oder auch mehreren Titeln;
  • gute Lesbarkeit der Ebooks;
  • der Austausch älterer Ebook-Versionen, sobald sich das Gerät erneuert hat;
  • aufeinander abgestimmte Formate, damit kein Datenkuddelmuddel und kompliziertes Kopierschutzdesaster entsteht sowie
  • eine möglichst schnelle Verfügbarkeit nach Veröffentlichung der Printausgabe, denn für niemanden ist es verständlich, warum auf manches Ebook lange gewartet werden muss, obwohl der Text bereits lektoriert vorliegt.

Einig waren sich am Ende der Session alle in diesem Punkt: In der Zukunft wird es zunehmend nötig sein, Personal für den Support bei der Ebook-Problematik fix einzuplanen. Inwiefern dies umsetzbar ist, ist eine ganz andere Frage. Aber selbst wenn, auch dann wird es immer wieder schwierige Felder geben, denn mit allem, beispielsweise auch sämtlichen aktuellen Apps oder Updates, kennt sich schließlich keiner aus.


Der Sessionplan steht!

Die Verteilung der Sessions auf die Räume klappt jedes Jahr besser. Hier ist der Sessionplan fürs eBookCamp Hamburg 2014. Und damit kein Teilnehmer in den parallel laufenden Sessions etwas verpasst, sorgen unsere Sessionpaten für die Dokumentation. Dafür vielen, vielen Dank!

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Letzte Infos fürs morgige eBookCamp

Am morgigen Samstag ab 12 Uhr startet das 4. eBookCamp Hamburg – wir sind schon sehr gespannt! Hier noch ein paar kurze Infos:

1. Location
2. Die Sessions
3. Kleiner eBookCamp-Knigge
4. Suppenküche
5. Verpflegung und Abendprogramm
6. Twitter-Hashtag und WLAN

1. Location

Das eBookCamp findet statt im Maker Hub, in der Großen Bergstraße 160, zehn Minuten Fußweg vom Bahnhof Altona entfernt (und von dort kommend kurz hinter dem neuen IKEA City).

2. Die Sessions

Neun Sessions stehen auf dem Programm, drei davon zu unserem Schwerpunktthema „Hallo E-Book-Leser, alles klar?“. Alle Sessions in der Übersicht findet ihr hier: http://ebookcamp.wordpress.com/programm/
Die genaue Verteilung der Sessions auf die Slots werden wir zu Beginn der Veranstaltung mit euch per Handzeichen abstimmen.

3. Kleiner eBookCamp-Knigge

Sollte es euer erstes Barcamp sein, hier noch kurz ein paar Hinweise zum Konzept:

  • In den Sessions geht es nicht darum, dass einer redet und alle anderen zuhören. Es soll diskutiert werden und im besten Fall von allen Teilnehmern gemeinsame Ideen oder gar Lösungen zu den Fragestellungen gefunden werden. Wir bitten euch deshalb: Haltet euch nicht zurück mit Wortmeldungen und Beiträgen!
  • Man duzt sich, wenn im Zweifel auch nur für die Dauer der Veranstaltung.

4. eBookCamp-Suppenküche

Offiziell beginnt das eBookCamp um 13 Uhr. Wir öffnen aber schon ab 12 Uhr die Türen für ein gemeinsames Mittagessen. Wer Lust hat, bei Chili sin Carne und Baguette schon mal die Räume zu erkunden, auf bekannte Leute zu treffen und neue Leute kennenzulernen, ist herzlich eingeladen.

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Jan und Benjamin in action

5. Verpflegung während des Camps & Open End

Vor Beginn der Veranstaltung gibt’s die Suppe, während des Camps sorgen wir für Kuchen und Obst und abends gibt‘s leckere herzhafte Speisen. Wir haben ein Budget für Freigetränke eingeplant, das bis zum offiziellen Ende gegen 19 Uhr reichen sollte, und je nachdem, wie viel wir trinken, auch für den offenen Ausklang danach.

Übrigens: Den Ausklang des Abends untermalen, wie im vergangenen Jahr auch, E-Book-Reader-Leichensammler Jan Krutisch und sein Kollege und iPad-Malexperte Benjamin Rabe mit musikalischen Grooves und dazu passenden Visuals. Es lohnt sich also gleich doppelt, nach der Abschlussrunde noch zu bleiben, um den Abend bei Musik und Drinks angeregt plaudernd, aber gleichzeitig entspannt ausklingen zu lassen.

6. Twitter / Hashtag

Unser Twitteraccount um auf dem Laufenden zu bleiben: @eBookCamp – Hashtag: #eBookCamp
Offenes WLAN gibt’s im Maker Hub übrigens auch.

Wir freuen uns auf euch und einen schönen Tag! Bis morgen!

So manches E-Book-Gesicht treffen wir allerdings sicher auch schon heute Abend bei einer der Veranstaltungen der ersten Langen Nacht des E-Books in Hamburg oder bei der Abschlussparty im betahaus Hamburg, Eifflerstraße 43. Für Kurzentschlossene ist hier das Programm: http://die-lange-nacht-des-ebooks.de/. Oder auf Twitter unter: #ebooknacht – Die meisten Veranstaltungen sind ohne Anmeldung. Kommt gern vorbei!


Die Sessions 2014 – Heinz Mehrlich über barrierefreie E-Books

Welche Themen erwarten euch dieses Jahr beim eBookCamp? Sessions und Sessionleiter stellen wir sukzessive hier im Blog vor.

E-Books für Sehbehinderte

Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in den USA bereits bindende Gesetze, wie Medieninhalte für sehbehinderte Menschen zugänglich zu machen sind. Europäische Regelungen sind in Arbeit. Nach Einschätzung der Reading Rights Coalition gelten etwa 10 Prozent der Amerikaner als lesebehindert. Annähernd zwei Drittel der Deutschen tragen eine Brille. Schwierigkeiten beim Sehen und Lesen sind also durchaus nicht selten. Übersieht die deutsche Medienindustrie so etwa 10 Prozent ihrer möglichen Kunden? Heinz Mehrlich zeigt in seiner Session die Probleme auf, die heutige Reader-Apps und E-Books Sehbehinderten bereiten, und stellt Lösungsansätze vor. Diskutiert werden soll, welches Innovationspotenzial und welche Möglichkeiten in E-Books für Sehbehinderte stecken, inwiefern sie auch für normal Sehende relevant sind und welche Lesergruppen damit neu erschlossen werden können.

Foto Heinz Mehrlich

Heinz Mehrlich

Der Diplomökonom Heinz Mehrlich, 61 Jahre alt, ist in der Selbsthilfeszene der Sehbehinderten aktiv und hält ganzjährig Vorträge zur Thematik „Nutzung von Tablet-PCs und Smartphones für Sehbehinderte“.


Die Sessions 2014 – Uwe Naumann und Andreas Winkelmann mit »Deathbook« – das multimediale und interaktive E-Book bei Rowohlt

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Andreas Winkelmann © by Gregor Middendorf

Deathbook ist ein Thriller und war zugleich ein digitales Ereignis: die E-Books-Version enthält Videos und Töne, Chats und Möglichkeiten zur Interaktion. Andreas Winkelmann und Uwe Naumann stellen kurz das Projekt vor und werden anschließend sehr offen und problemorientiert eine Auswertung des Projekts präsentieren.

Andreas Winkelmann studierte Sport in Saarbrücken, war vier Jahre Soldat und arbeitete unter anderem als Fitnesslehrer, Taxifahrer, Versicherungsfachmann und freier Redakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete.

Uwe Naumann © by Hergen Schimpf

Uwe Naumann © by Hergen Schimpf

Uwe Naumann studierte Germanistik und Soziologie mit anschließender Promotion. Er war zwölf Jahre Programmleiter Sachbuch bei Rowohlt und ist jetzt Koordinator E-Book in dem Reinbeker Verlag.


Werdet Sessionpate!

Wie in jedem Jahr werden auch diesmal wieder dreimal drei Sessions parallel laufen, sodass sich alle Teilnehmer in jedem Block für jeweils eine entscheiden müssen. Trotzdem soll jeder von allen Sessions profitieren – deswegen suchen wir Sessionpaten, die Vorträge und Diskussionen aufmerksam verfolgen und eine Zusammenfassung schreiben. Alle Texte werden nach dem eBookCamp hier auf unserem Blog veröffentlicht. Findet ihr eines der Sessionthemen besonders spannend und habt Lust, es in einer Zusammenfassung zu dokumentieren? Dann schreibt uns bis kommenden Donnerstag, den 30.10., an ebookcamp@gmail.com! Damit sichert ihr euch nicht nur unseren Dank, Ruhm, Ehre und jede Menge Karma-Punkte, sondern auch ein kleines, feines Präsent.


Die Sessions 2014 – Michael Schneider mit REST in Publishing

Welche Themen erwarten euch dieses Jahr beim eBookCamp? Sessions und Sessionleiter stellen wir sukzessive hier im Blog vor.

Rest in Publishing

Was verbirgt sich denn bloß dahinter? Das soll in Michael Schneiders Session gemeinsam heruasgefunden werden. Aber so viel sei gesagt: REST ist natürlich ein Akronym und steht für „Representational State Transfer“. Der Begriff benennt eine von Thomas Roy Fielding definierte Architektur, die Anwendungen in verteilten Netzen effizient verbindet. Restful Webservices erfreuen sich großer Beliebtheit, nicht nur bei Google, Amazon, Apple & Co. Was als unschuldiger Vorschlag für eine moderne Architektur begann, könnte für die Art und Weise wie wir mit unseren digitalen Inhalten umgehen eine kleine Revolution bedeuten. Wie E-Books Restful werden, wie Rest funktioniert, was Verlage von REST erwarten können und warum Restful Services die Zukunft des digitalen Publizierens sind, soll in dieser Session diskutiert werden.

Michael Schneider © Petra Gass

Michael Schneider © Petra Gass

Michael Schneider studierte in Mainz Informatik, BWL und Medienwissenschaften. Anschließend führte er das Buch-Antiquariat titelei. Weitere Stationen vor seiner aktuellen Tätigkeit beim Arbeitskreis Elektronisches Publizieren (AKEP) des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels waren beim Deutschen Fachverlag in Frankfurt, bei der Nationalbibliothek in Frankfurt, beim ZDF und beim Eichborn Verlag.


Die Sessions 2014 – Sebastian Posth mit 360°-Online-Marketing

Welche Themen erwarten euch dieses Jahr beim eBookCamp? Sessions und Sessionleiter stellen wir sukzessive hier im Blog vor.

Kleine Theorie des 360°-Online-Marketings

Seit einigen Monaten stellt ‚Publishing Data Networks‘ mit ihrem Tool ‚Monitor‘ zahlreichen Verlagen ein Werkzeug zur Optimierung ihrer Online-Marketing-Aktivitäten für digitale Inhalte zur Verfügung. Via ‚Monitor‘ können Verlage und AutorInnen Verkaufs- und Social-Media-Daten aus unterschiedlichen Quellen in einer integrierten Oberfläche einsehen und analysieren. Die gezielte Analyse von Daten soll Verlage und AutorInnen dabei unterstützen, die Vermarktung und Distribution von Ebooks punktgenau steuern.

Ziel der Session auf dem Ebook-Camp ist es nicht, ‚Monitor‘ im Detail vorzustellen. Vielmehr geht es darum, die Erkenntnisse aus den letzten Monaten intensiver Beschäftigung mit den Daten des deutschen Ebook-Marktes in systematisierter Form als „Kleine Theorie des 360°-Online-Marketings“ zu präsentieren. Marketing-Maßnahmen und Kampagnen sollen schematisch analysiert und Schlussfolgerungen gezogen und diskutiert werden für eine mögliche Grundlage einer systematischen und datenbasierten Praxis der Vermarktung (digitaler) Inhalte online.  Um regen Austausch wird gebeten.

Sebastian Posth (c) Sebastian Posth, Patricia Nauta

Sebastian Posth, seit 2004 Verleger, Berater und Unternehmer in der Verlagsbranche mit dem Fokus auf Ebook-Herstellung und digitalem Vertrieb, Handelsmarketing und Sales-Monitoring. – Gründer der ersten digitalen Verlagsauslieferung und Unternehmung für die Konvertierung von E-Books, zwischen 2009 und 2011 verantwortlich für die Digitale Verlagsauslieferung bei der VVA (Bertelsmann), Berater für deutsche und europäische Verlage, Zwischenhändler, Shops und Buchhandlungen, CEO von Publishing Data Networks. Auf Twitter: @posth


Die Sessions 2014 – Steffen Meier und Vedat Demirdöven mit „Deutschland sucht den E-Book-Star“

Welche Themen erwarten euch dieses Jahr beim eBookCamp? Sessions und Sessionleiter stellen wir sukzessive hier im Blog vor.

Deutschland sucht den E-Book-Star

In der Session soll ein Querschnitt gezeigt werden über den aktuellen Stand dessen, was E-Books deutscher Verlage können, welchen technischen wie gestalterischen Level diese haben.

Die hiesige E-Book-Produktpalette wird ausgewertet und kritisch beleuchtet von „good cop“ Vedat Demirdöven (KiWi) und „bad cop“ Steffen Meier (readbox). Gemeinsam mit den Teilnehmern werden zudem die Einreichungen zum ersten deutschen ebook Award diskutiert.

Die Trophäe des ersten deutschen eBook Awards, aufgenommen auf der Frankfurter Buchmesse 2014, (c) Vedat Demirdöven

Auch ein Blick über den Teich darf nicht fehlen mit Infos zu den 2014 Digital Book Awards von Digital Book World USA.

Anhand eines praktischen Beispiels wird zudem gezeigt, was heutzutage technisch mit dem Format E-Book überhaupt möglich ist.

Steffen Meier

Steffen Meier leitet seit 2014 die Bereiche Produktinnovation und-Marketing bei Readbox, einem Dienstleister, der Verlage dabei unterstützt, digitale Geschäftsfelder und Produkte auf- und auszubauen (und diesjähriger Sponsor des eBookCamps ist). Zuvor war er im Fachverlag Eugen Ulmer für Aufbau und Leitung des Verlagsbereichs Online verantwortlich, mit den Schwerpunkten neue digitale Geschäftsfelder, ePublishing, eBooks, Mobile, Apps, digitales Marketing und Social Media. Er ist Mitglied des AKEP (Arbeitskreis elektronisches Publizieren) des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und dessen ehemaliger Sprecher, Mitglied der Kommission Digitale Medien der Deutschen Fachpresse, Referent bei der E:Publish und Juror des Deutschen eBook Awards. Ferner ist er Dozent und Blogger sowie Buchautor zu digitalen Themen. Und zum zweiten Mal Sessionleiter beim eBookCamp Hamburg:-).

Vedat Demirdöven, (c) Suzanne Gundrum

Vedat Demirdöven ist seit 2008 Projektleiter IT für Informationssysteme und Digitale Medien (Prozessbegleitung) beim Kölner Verlag Kiepenheuer & Witsch und ihm ist auch zu verdanken, dass Kiepenheuer & Witsch als Sponsor des diesjährigen eBookCamps Hamburg gewonnen werden konnte. Die Konsolidierung von Online-Plattformen, Monitoring der Informationssysteme, ERP, PIM, Content-Management-Systemen sowie Digitalisierungsmaßnahmen bilden Schwerpunkte seiner Tätigkeit. Er ist AKEP-Mitglied und Referent bei der E:Publish und der E-Akademie und ebenso wie Steffen Meier Juror des Deutschen eBook Awards und ebenfalls zum zweiten Mal Sessionleiter beim eBookCamp Hamburg.