Sessionbericht: Deathbook

Ihr wollt wissen, was in den Sessions passiert ist, die ihr beim eBookCamp verpasst habt? Oder habt gleich das ganze Camp verpasst? Lest einfach hier nach! Wir veröffentlichen nach und nach die Eindrücke unserer fleißigen Sessionpaten.

Deathbook – das multimediale und interaktive eBook bei Rowohlt

von Johanna Schaumann

In der Session „Deathbook – das multimediale und interaktive eBook bei Rowohlt“ waren neben Autor und Lektor überraschend 5 weitere Projektmitglieder (Projektleiter, Programmierer, Vertrieb) anwesend und gaben sehr schöne Einblicke in das Projekt.

Uwe Naumann und Andreas Winkelmann

Uwe Naumann vom Rowohlt Verlag (li.) und Deathbook-Autor Andreas Winkelmann stellen dem eBookCamp-Publikum ihre Session vor, © Ute Nöth

Deathbook ist ein Thriller mit innovativen, interaktiven, multimedialen Elementen. Es ist eine 10-wöchige Fortsetzungsgeschichte, die ab 24. September 2013 startete, und zuerst nur als Ebook konzipiert wurde. Im Anschluss wurde eine Printfassung erstellt. Neu war bei dieser Geschichte, dass die multimedialen und interaktiven Elemente nicht „angeflanscht“ wurden, sondern wichtiger Bestandteil der Geschichte sind.

Sehr schnell wurde klar, dass Deathbook ein „Projekt“ ist, das in den vorhandenen Rowohlt-Verlagsstrukturen integriert werden musste, und dass vor allem Theorie und praktische Umsetzung alsbald auseinanderklafften:

Grundsatzentscheidung war, auf allen Geräten und Plattformen präsent zu sein. Hier ist man sehr schnell an die technischen Grenzen gestoßen, da der ursprüngliche Plan EINE DATENQUELLE FÜR ALLE AUSGABEFORMEN nicht umsetzbar war. Am Ende mussten 3 Produkte parallel entwickelt und kontrolliert werden. Diese technischen Tests waren zeitintensiv und auch die unterschiedlichen Mentalitäten von Programmierer, Lektor, Autor … kamen zu Tage. Während ein Programmierer gerne eine Betaversion entwickelt und freigibt, möchte der Lektor ein abgeschlossenes Produkt abliefern. Auch musste berücksichtigt werden, dass nicht auf allen Geräten Interaktivität möglich ist.

Der Autor Andreas Winkelmann durfte zuerst seine Wünsche äußern ohne technischen Hintergrund, wurde dann aber von der Realität eingeholt. Sein Kommentar „Künstlerische Eitelkeiten durfte ich dabei nicht haben“ beschreibt es sehr gut. Er musste 10 Wochen lang in 2 Welten leben, da er auch gleichzeitig seine eigene Hauptfigur im Thriller war und aktiv mitgewirkt hat. Lebendig erzählte er von dem Dreh einer Filmepisode in einer Baracke, die in den Thriller eingebaut wurde. Er war als Autor auch besonders gefordert, den Thriller aktuell zu halten, vor allem bei den Sprungstellen in die sozialen Netzwerke.

Am Ende wurde auch noch ein Printbuch veröffentlicht, bei dem Stellen neu geschrieben werden mussten, um z. B. die interaktiven bzw. multimedialen Passagen einzubauen und zu beschreiben. Es wurde auch viel überlegt, ob es einen „Mehrwert“ für das Printbuch geben muss, letztendlich war es der Umfang. Schwierig war auch das Übertragen der Zeitleiste des Buches, da im Ebook des Öfteren Handlungen parallel stattfanden.

In der anschließenden Diskussion wurde die Frage gestellt, ob diese Art von Projekten mit den vorhandenen Verlagsstrukturen sinnvoll umgesetzt werden kann oder ob es besser ist, „Externe“ damit zu beauftragen. Herr Naumann zeigte dazu in einer eindrucksvollen Graphik „Deathbook-Elemente“ die Vielfalt der multimedialen, interaktiven Elemente und beschrieb den dahinterstehenden Aufwand. Wenn nötig, wurde die Expertise von Externen eingeholt, die Projektverantwortung blieb aber im Verlag. Von allen Beteiligten wurde nochmals das nötige Teamverständnis und die Gleichberechtigung aller Teammitglieder betont, ohne diese wäre die Umsetzung nicht möglich gewesen.

Deathbook ist vorerst ein abgeschlossenes Projekt, es wurden viele Erfahrungen bezüglich Teamarbeit (Innerhalb des Verlages und Zusammenarbeit mit Softwareentwickler) und Zeitmanagement gesammelt. Das Engagement aller Beteiligten war sehr hoch, es hat sich vor allem die technische Umsetzung als limitierender Faktor herausgestellt. Dies wurde zeitweise als sehr unbefriedigend eingestuft. Der Titel wird noch eine zeitlang lieferbar sein, es wird überlegt, wie man die interaktiven Elemente (Echtzeitereignisse) aktiv hält und inwieweit Softwareaktualisierungen nötig sind. Ob es Folgeprojekte geben wird, ist noch offen.

Danke für den Einblick in die Projektarbeit und kritische Reflexion, aus diesen Projekten kann man nur lernen!


Sessionbericht: DSDEBS oder Wie der Bad Cop zur Wischmaus wurde

Ihr wollt wissen, was in den Sessions passiert ist, die ihr beim eBookCamp verpasst habt? Oder habt gleich das ganze Camp verpasst? Lest einfach hier nach! Wir veröffentlichen nach und nach die Eindrücke unserer fleißigen Sessionpaten.

Steffen Meier und Vedat Demirdöven: Deutschland sucht den E-Book-Star. Eine Bestandsaufnahme

von Kai Wels (www.kaipiranha.de)

DSDEBS steht weder zur Wahl zum Jugendwort des Jahres 2014 noch ist es das neue Format eines privaten TV-Senders. Es ist vielmehr der Titel der Session von Vedat Demirdöven und Steffen Meier, die gemeinsam ihren Erfahrungsbericht als Jury-Mitglieder für den 1. Deutschen E-Book Award mit dem aufmerksamen Publikum teilten: Deutschland sucht den E-Book Star!

Steffen Meier hielt gleich zu Beginn fest, dass die Arbeit als Jury-Mitglied „echt anstrengend“ gewesen sei. Kein Wunder, schließlich musste aus 62 Einreichungen die Spreu vom Weizen getrennt werden, bei dem der selbsternannte Bad Cop Meier auch die durchaus deutlichen Qualitätsunterschiede der E-Books erläuterte. Für den Award durften nicht nur Verlage ihre Produkte vorstellen, sondern auch Self-Publisher und andere Unternehmen. In den zwei Kategorien Enhanced E-Books und Apps musste die Jury also erstmal bestimmte Kriterien definieren, um eine Vergleichbarkeit abzuleiten. Die Schwerpunkte Innovation, Usability und technische Umsetzung bildeten so den Rahmen in der Bewertung.

Dann führte Meier durch die Shortlist in der Kategorie Enhanced E-Books mit der Unterstützung von Vedat Demirdöven, der den Titel „Wischmaus“ ob seiner eigenen beträchtlichen Digitalkompetenzen eindeutig nicht verdient hat. Eine Prezi über das iPad zu bedienen ist jedoch nicht jedermanns Sache, wie Meier später selbst demonstrieren durfte. Die Beispiele für innovative E-Books im Enhanced Bereich beeindruckten das Publikum zweifellos mehr. Besonders der junge Gewinner in dieser Kategorie, Andreas Huber mit Physik 7, überzeugte nicht nur die Teilnehmer vom eBookCamp, sondern auch Jury-Mitglied Steffen Meier: „Wenn ein 17-jähriger Self-Publisher ein zeitgemäßes und interaktives Lehrbuch produzieren kann, das besser ist als von großen Verlagen, dann ist das eine echte Klatsche!“

Vedat Demirdöven und Steffen Meier

„Good Cop“ Vedat Demirdöven (li.) und „Bad Cop“ Steffen Meier, © Felix Wolf

Danach übernahm Steffen Meier die Rolle der iPad-Prezi-Wischmaus und übergab den Moderatorenstab an Vedat Demirdöven, der die Nominierten in der Kategorie Apps vorstellte. Bei der sehr aufwändigen Umsetzung der Netwars App wurde im Publikum die Frage gestellt, inwieweit sich eine solche Produktion überhaupt rechnen würde. Vedat Demirdöven hatte als Good Cop gleich die passende Antwort parat: „Netwars ist ein sehr gutes Beispiel, wie man mit einem internationalen Vertriebsansatz die höheren Produktionskosten finanzierbar machen kann.“ Den Gewinner des 1. Deutschen E-Book Awards in der Kategorie Apps lobte er für den sinnvollen Einsatz der technischen Möglichkeiten und multimedialen Anreicherungen der historischen Biographie von „Carl Lutz“.

Die Vorlage des Deutschen E-Book Award war der Digital Book Award aus den USA. Hier sei der E-Book Markt auch bereits viel weiter als in Deutschland, berichtete Demirdöven, als er die Möglichkeiten von ePub3 etwas genauer vorstellte. Dort werde dieses Format schon sehr grundlegend eingesetzt, wohingegen in Deutschland die Verlage noch sehr zögerlich darauf reagierten. Nicht nur die Einbindung von Rich Media oder Quick Polls in E-Books, die Vedat an einem Beispiel eindrucksvoll demonstrierte, auch die Option für fortlaufende Aktualisierungen bei Enhanced E-Books seien besonders im Sachbuchmarkt sehr interessant.

Schön ist ja, dass man auch bei jeder Veranstaltung immer etwas dazu lernen kann. So wurde aus dem Publikum das sog. D’Artagnan-Prinzip bei der E-Book Herstellung kurz erläutert, was sinnbildlich soviel bedeutet wie: Eines für alles. Man bricht aufgrund der vielen unterschiedlichen Lesegeräte und Systeme die Produktion auf den kleinsten gemeinsamen Nenner runter, um damit eine technische Quelldatei zu erzeugen, die am meisten kompatibel ist. Und hier beißt sich die Katze wieder in den Schwanz, denn die Nutzung von Enhanced E-Books von einer Qualität der Preisträger des E-Book Awards ist nach wie vor stark abhängig von der Verbreitung und technischen Ausstattung der Geräte.

Abschließend war man sich aber darüber vollkommen einig, dass eine Verbindung des Deutschen E-Book Awards mit der Stiftung Buchkunst ein Gewinn für alle wäre. Und beim Rausgehen schwirrten dem optimistischen Berichterstatter die historischen Worte durch den Kopf: „Es wächst zusammen, was zusammen gehört.“

Die Präsentation von Steffen und Vedat findet ihr auf prezi.com. Infos zum 1. Deutschen eBook Award: www.deutscher-ebook-award.de.


Sessionbericht: Ein Traum von einem Buch

Ihr wollt wissen, was in den Sessions passiert ist, die ihr beim eBookCamp verpasst habt? Oder habt gleich das ganze Camp verpasst? Lest einfach hier nach! Wir veröffentlichen nach und nach die Eindrücke unserer fleißigen Sessionpaten.

Luise Schitteck und Johanna Schaumann: Ein Traum von einem Buch

von Edda Klepp (dasseitenfresserchen.blogspot.de)

Luise Schitteck und Johanna Schaumann in ihrer Session "Ein Traum von einem Buch"

Luise Schitteck (li.) und Johanna Schaumann in ihrer Session „Ein Traum von einem Buch“, © Felix Wolf

Vieles ist inzwischen mit E-Readern möglich. Doch je ausgefeilter die Technik, desto mehr potenzieren sich auch die Fehlerquellen. Kein Wunder, dass die Kundschaft da oft nicht allein weiter weiß und sich mit Fragen an die Bücher-Fachwelt wendet. In ihrer Session „Ein Traum von einem Buch“ auf dem eBookCamp Hamburg 2014 berichteten Luise Schitteck von readbox und Johanna Schaumann vom Carl Hanser Verlag von ihren persönlichen Erfahrungen mit Kundenanfragen. Und ein wenig Katzen-Content gab es kostenfrei gleich noch dazu.

Der Draht zur Ebook-Kundschaft

Mit mehreren Katzen teilt sich Luise Schitteck ihre vier Wände daheim. „Wie ich aussehe, das wisst ihr ja jetzt, deswegen habe ich ein Bild von einer Katze genommen“, eröffnete sie launig die Session mit Blick auf die Projektion ihrer biografischen Daten nebst Konterfei des Stubentigers an der Wand. Die Lebensläufe der beiden Leiterinnen waren denn auch schnell umrissen. Sie, Luise, arbeitete lange Jahre als Buchhändlerin und hatte daher ständig den direkten Draht zur Ebook-Kundschaft, die andere, Johanna, beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema Ebook in ihrem Verlag und hat deswegen oft Fragende in der Telefonleitung. Ihr Vorgehen: „Wir als Verlag verweisen grundsätzlich auf den Support der Verkaufsplattform.“

Denn meist sind es ohnehin die technischen Fragen, die der Kundschaft Kopfzerbrechen bereiten, am Telefon lässt es sich da nur schwer helfen, vor allem in Hinblick auf die Vielfalt der inzwischen gängigen Systeme. „Wie kriege ich das Ebook auf den Reader? Warum kann ich eine PDF nicht lesen? Wie komme ich an meine Kennung heran, die ich bei der Registrierung abgeben musste?“ – All das sind Fragen, die Luise im täglichen Kundengespräch immer wieder begegneten. Fragen also in der Hauptsache nach den Themen Kopierschutz und Synchronisation.

Bequeme Lesealternative

Nicht selten ging für die Lösung des Problems da auch schon mal die eigene Freizeit flöten. „Ich habe mir das dann alles nach der Arbeit angelesen“, berichtete Luise. Für die Hilfesuchenden hat sie viel Verständnis. Man könne nicht erwarten, dass sich diese mit allem allein auseinandersetzten. In der Hauptsache waren ihre Kunden weiblich, 40+ und wünschten sich eine bequeme Lesealternative zum unhandlichen und schweren Buch für den Urlaub oder auch die Badewanne. Technische Kenntnisse brachten die wenigsten mit.

Johanna machte da im Verlag schon andere Erfahrungen. „Bei mir sind es zu 90 Prozent technisch affine Männer mit detaillierten und gezielten Fragen“, sagte sie. Aber auch die Rechtschreibung oder die Darstellung im Ebook scheint die Menschen zu bewegen. „Warum ist das Bild im Ebook einen Absatz weiter unten als im Printbuch?“, gab Johanna eine der Fragen wieder und ergänzte sogleich: „Wie geht man denn damit um?!“

Arbeitsaufwand in keinem Verhältnis

Ob im Verlag oder in der Buchhandlung – der Arbeitsaufwand bei der Behandlung der technischen Wehwehchen steht oft zum Nutzen für den Verkäufer oder Produzenten in keinem guten Verhältnis. Dies wurde auch im anschließenden Gespräch in der Sessiongruppe deutlich, bei der andere ebenfalls ihre Erfahrungen mit Kundenanfragen zum Besten gaben. Vor allem dann nicht, wenn sich die Fachkraft ständig in neue Felder einarbeiten muss.

Auf die Frage, ob sich denn durch die Wlan-Fähigkeit der neuesten Generation viel verändert habe, reagierte Johanna prompt. Und mit Humor: „Ja, dadurch kommt jetzt diese Problematik auch noch dazu…“

Häufig benannte Themen

Vor allem die folgenden Wünsche sind aus Sicht der Kunden häufig im Fokus:

  • Das einfache Downloaden (gegebenenfalls vor Ort in der Buchhandlung) von einzelnen oder auch mehreren Titeln;
  • gute Lesbarkeit der Ebooks;
  • der Austausch älterer Ebook-Versionen, sobald sich das Gerät erneuert hat;
  • aufeinander abgestimmte Formate, damit kein Datenkuddelmuddel und kompliziertes Kopierschutzdesaster entsteht sowie
  • eine möglichst schnelle Verfügbarkeit nach Veröffentlichung der Printausgabe, denn für niemanden ist es verständlich, warum auf manches Ebook lange gewartet werden muss, obwohl der Text bereits lektoriert vorliegt.

Einig waren sich am Ende der Session alle in diesem Punkt: In der Zukunft wird es zunehmend nötig sein, Personal für den Support bei der Ebook-Problematik fix einzuplanen. Inwiefern dies umsetzbar ist, ist eine ganz andere Frage. Aber selbst wenn, auch dann wird es immer wieder schwierige Felder geben, denn mit allem, beispielsweise auch sämtlichen aktuellen Apps oder Updates, kennt sich schließlich keiner aus.


Wir sagen DANKE!

Abschlussbild beim vierten eBookCamp Hamburg 2014 (c) Chris Campe

Abschlussbild beim vierten eBookCamp Hamburg 2014 (c) Chris Campe

„Läuft bei dir!“ – so oder ähnlich würde wohl das Fazit zum vierten eBookCamp lauten, wenn man die zwei charmanten Vertreterinnen der Generation Smartphone fragt, die Kai Wels in seiner Session interviewt hat. Heißt: es war phänomenal! Finden wir.

Und wie jedes Jahr sind wir aufs Neue irritiert, dass uns nach dem eBookCamp nicht ein Gefühl von „Puh – geschafft!“ beschleicht, sondern dass wir umgehend die unglaublich energiegeladene Atmosphäre vermissen und schon Pläne fürs nächste Jahr schmieden.

Aber erst mal wollen wir DANKE sagen. Denn ohne diese Menschen und Unternehmen wäre das eBookCamp nur halb so gut gewesen. Ein ganz herzliches Dankeschön geht an:

  • unseren diesjährigen Hauptsponsor BoD. Irgendwie hat es sich angefühlt, als wären BoD und das eBookCamp schon lange vertraute Freunde! Unser Dank geht an den Geschäftsführer Dr. Florian Geuppert, an die Marketingleiterin Iris Kirberg – besonders auch für die netten Worte zu Beginn des Camps –, an den Pressesprecher Thorsten Simon und vor allem an Andrea Kock, nicht nur für die tolle Session, sondern auch dafür, dass sie das eBookCamp schon so lange aktiv begleitet!
  • unseren langjährigen Unterstützer, den Arbeitskreis Elektronisches Publizieren (AKEP) im Börsenverein, der dieses Jahr ebenfalls Hauptsponsor war, und insbesondere an Michael Schneider, dem wir endlich nicht nur nach hinten in die letzte Reihe, sondern auch nach vorn auf die Bühne schmachtende Blicke zuwerfen konnten!
  • unseren Sponsor readbox und dort an Ralf Biesemeier, der offenbar nicht nur ein Händchen für gute Events, sondern auch für tolle Mitarbeiter hat: Sage und schreibe zwei Sessionleiter stellte readbox in diesem Jahr: Luise und Steffen.
  • unseren Sponsor Lockengelöt, namentlich an Carsten Trill, der die Schlüsselromane zur Verfügung stellte und  gezeigt hat, wie kreativ man im digitalen Zeitalter mit dem gedruckten Buch umgehen kann.
  • den Junius Verlag, der in einer super kurzfristigen Sponsoring-Aktion unsere Sessionleiter mit dem tollen Buch „Toller Ort“ beglückt hat.
  • Stefanie Endres, die uns eigentlich nur bei der Orga der Langen Nacht des eBooks unterstützen wollte – und dann: kleiner Finger, ganze Hand! Ganz ganz herzlichen Dank für deine Mithilfe – und schade, dass du nur so kurz beim Camp dabei sein konntest!
  • das Maker Hub, das uns zum zweiten Mal so wunderbar beherbergt hat, und vor allem natürlich an die zauberhafte Seda Jelveh. Außerdem an den SOAL e. V. für die Sessionräume.
  • Chris Campe, die mit der E-Reader-Installation für den Hingucker und das Fotomotiv des Tages sorgte. Danke, für deine Unbeirrbarkeit, dein Engagement und die schöne Idee. Wir hoffen, du bist auch nächstes Mal zu spät beim Ticketkauf! Außerdem Carsten Sievers von eBook.de für die Bereitstellung der E-Reader. Schade, dass du das nicht live sehen konntest!
  • Geli Fuchs von mikkels und Klaudia Setzer – das am zweithäufigsten getwitterte Bild war fraglos das vom Kuchenbuffet. Der leckere Süßkram ist sicher einer der Gründe, dass das eBookCamp jedes Jahr so schnell ausverkauft ist
  • die DJs und Visual-Künstler Jan Krutisch und Benjamin Rabe. Ihr habt die kreative Stimmung des Tages in die Aftershowparty geholt und dem Maker Hub Clubatmosphäre verpasst!

Das dickste DANKE überhaupt aber geht an unsere Sessionleiter! Ihr habt gezeigt, dass es im Digital Publishing nach wie vor jede Menge heiße Themen gibt, und Ihr habt es geschafft, die Teilnehmer dafür zu begeistern – in allen Sessions wurde rege und offen diskutiert, und genau so soll es sein! Wir danken euch sehr: Andrea Kock, Andreas Winkelmann, Anne Tente, Heinz Mehrlich, Johanna Schaumann, Kai Wels, Luise Schitteck, Michael Schneider Sebastian Posth, Steffen Meier, Uwe Naumann und Vedat Demirdöven.

Und nicht zuletzt geht natürlich auch ein Dank an die Sessionpaten, die die Inhalte des eBookCamps zusammenfassen und für alle zugänglich machen: Claudia Pleil, Daniel Bräuer, Edda Klepp, Jördis Beatrix Schulz, Johanna Schaumann, Kai Wels, Mita Banerjee, Sana Tornow und Steffen Meier!


Der Sessionplan steht!

Die Verteilung der Sessions auf die Räume klappt jedes Jahr besser. Hier ist der Sessionplan fürs eBookCamp Hamburg 2014. Und damit kein Teilnehmer in den parallel laufenden Sessions etwas verpasst, sorgen unsere Sessionpaten für die Dokumentation. Dafür vielen, vielen Dank!

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Wir stellen vor: Unser Sponsor readbox

Neben AKEP, BoD und KiWi Verlag konnten wir readbox, den auf ePublishing spezialisierten Dienstleister aus Dortmund, als vierten Unterstützer gewinnen. Das ist sehr toll, dass wir damit auch bei den Sponsoren ein breites Spektrum an Unternehmen aus der Branche vorzeigen können!

Ralf Biesemeier Portrait

Ralf Biesemeier

Ralf Biesemeier, geschäftsführender Gesellschafter erzählt, warum readbox das eBookCamp fördert:

„Ich freue mich sehr, dass wir das eBook-Camp in Hamburg in diesem Jahr als Sponsor unterstützen können. Bei der Vielzahl an Branchenevents, die es inzwischen gibt, haben es die Organisatoren des Camps geschafft, den eigenen Charakter und Wert der Veranstaltung zu bewahren. Dass noch im Verlauf des ersten Tages des Vorverkaufs keine Tickets mehr zu bekommen sind, zeigt das große Interesse am Erfahrungsaustausch, Know-how-Transfer und neuen Ideen. In diesem Zusammenhang erfüllt das eBookCamp eine wichtige Funktion: Unsere Branche weiterzubringen und vorzubereiten auf das, was uns an Entwicklungen, Verwerfungen und Wettbewerb noch erwartet (der Name „eBookCamp“ ist hier sogar vielleicht ein wenig irreführend, denn es geht doch um viel mehr als nur eBooks …).

Insofern passt readbox als Sponsor gut zum Camp und das Camp gut zu uns, denn wir beschäftigen uns intensiv mit genau diesen Fragen:

  • Wie verhält sich der digitale Kunde?
  • Wie und wo erreiche ich ihn?
  • Welche Rolle spielt der Handel noch in einer digitalen Welt?
  • Welche Produktformen und -konzepte werden sich in Zukunft durchsetzen und wie müssen Verlagsprozesse aussehen, um in veränderten Wettbewerbs- und Handelsstrukturen noch ein profitables Geschäft machen zu können?

Zu hören und zu lernen, wie andere mit diesen Fragen umgehen und sich in netter Atmosphäre austauschen zu können, wird sicher sehr spannend werden!“

Über readbox:

readbox-logoDas Dortmunder Unternehmen readbox hilft seit seiner Gründung 2008 Verlagen und anderen publizierenden Unternehmen, ihre Inhalte schneller, effizienter, kostengünstiger und marktorientierter herzustellen, zu vermarkten und zu verkaufen. readbox war 2009 der erste Anbieter einer „digitalen Verlagsauslieferung“ und hat sich zum Ziel gesetzt, Know-how über Markt- und Technologieentwicklungen zusammenzubringen, um die zurzeit über 500 Kunden fit zu machen für die aktuellen Herausforderungen und Marktveränderungen im Handel und dem zunehmend wichtiger werdenden Direktgeschäft. Alleine in 2014 werden mehr als 8 Millionen eBooks über readbox ausgeliefert und abgerechnet worden sein – eine große Datenbasis, die es dem Unternehmen und den betreuten Verlagen erlaubt, ein großes Wissen über Kunden- und Handelsstrukturen, Erfolgsfaktoren, Konsumverhalten, Produktformen, Preise und mehr zu aggregieren. Auch aus diesem Grund sind wir froh, readbox in diesem Jahr als Sponsor und mit den beiden readboxern Luise Schitteck und Steffen Meier zwei kompetente Sessionleiter gewonnen zu haben.


Die Sessions 2014 – Heinz Mehrlich über barrierefreie E-Books

Welche Themen erwarten euch dieses Jahr beim eBookCamp? Sessions und Sessionleiter stellen wir sukzessive hier im Blog vor.

E-Books für Sehbehinderte

Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in den USA bereits bindende Gesetze, wie Medieninhalte für sehbehinderte Menschen zugänglich zu machen sind. Europäische Regelungen sind in Arbeit. Nach Einschätzung der Reading Rights Coalition gelten etwa 10 Prozent der Amerikaner als lesebehindert. Annähernd zwei Drittel der Deutschen tragen eine Brille. Schwierigkeiten beim Sehen und Lesen sind also durchaus nicht selten. Übersieht die deutsche Medienindustrie so etwa 10 Prozent ihrer möglichen Kunden? Heinz Mehrlich zeigt in seiner Session die Probleme auf, die heutige Reader-Apps und E-Books Sehbehinderten bereiten, und stellt Lösungsansätze vor. Diskutiert werden soll, welches Innovationspotenzial und welche Möglichkeiten in E-Books für Sehbehinderte stecken, inwiefern sie auch für normal Sehende relevant sind und welche Lesergruppen damit neu erschlossen werden können.

Foto Heinz Mehrlich

Heinz Mehrlich

Der Diplomökonom Heinz Mehrlich, 61 Jahre alt, ist in der Selbsthilfeszene der Sehbehinderten aktiv und hält ganzjährig Vorträge zur Thematik „Nutzung von Tablet-PCs und Smartphones für Sehbehinderte“.


Wir stellen vor: Unser Hauptsponsor: BoD – Books on Demand

Ohne unsere Sponsoren ließe sich das eBookCamp nicht umsetzen. Deshalb an dieser Stelle ein explizites Dankeschön an Books on Demand, das uns in diesem Jahr als Hauptsponsor unterstützt. Den Geschäftsführer Dr. Florian Geuppert baten wir, uns zwei Fragen zu beantworten.

Dr. Florian Geuppert, Geschäftsführer BoD

Dr. Florian Geuppert, Geschäftsführer BoD

Lieber Florian Geuppert, was reizte BoD daran, unser eBookCamp zu unterstützen?

Beim eBookCamp geht es um zentrale Fragen des E-Publishings und darum, gemeinsam Lösungen zu finden, um das Buch noch besser zu machen. Als Markt- und Technologieführer im Bereich der digitalen Buchpublikation und als das Original im Self-Publishing treibt BoD den digitalen Fortschritt und Wandel in der Buchbranche seit über 15 Jahren voran. Aus diesem Grund unterstützen wir das eBookCamp gern, um den Austausch von Erfahrungen und die Gestaltung von Ideen rund um das digitale Publizieren zu fördern.

 

Worin sehen Sie persönlich den größten Vorteil des elektronischen Buches?

Der größte Vorteil des E-Books liegt in den neuen Möglichkeiten. Wir stehen bei der Entwicklung und Umsetzung der Potenziale, die das elektronische Buch für Autoren, Verlage und Leser bietet, noch ziemlich am Anfang. Häufig ist das E-Book noch eine Kopie des gedruckten Buchs. Dabei eröffnet uns das E-Book vollkommen neue Optionen, um Inhalte interaktiv und multimedial aufzubereiten, um so neue Mehrwerte für den Leser zu schaffen. Diese Entwicklung voranzubringen, ist ein spannender Prozess, den wir gern begleiten.

 

Über Books on Demand:

BoDWir freuen uns sehr, in diesem Jahr BoD als Hauptsponsor gewonnen zu haben – und damit ein Unternehmen, das zu den maßgeblichen Innovationstreibern der Buchbranche zählt. Seit über 15 Jahren ist BoD die Anlaufstelle für das digitale Publizieren von Büchern über den Buchhandel und Partner für über 27.000 Autoren und mehr als 1.700 Verlage. Nicht nur, dass BoD seinen Autoren schon ausgesprochen früh den Vertrieb als E-Book ermöglichte und heute zu den größten deutschen eBook-Distributoren zählt, beständig entwickelt die Self-Publishing-Plattform, die sich auch mit der begehrten Auszeichnung „Apple-Approved Aggregator für iBooks“ schmücken kann, neue Services und Ideen, wie etwa aktuell BoD E-Short, ein Service zur schnellen digitalen Veröffentlichung kurzer Inhalte.


Werdet Sessionpate!

Wie in jedem Jahr werden auch diesmal wieder dreimal drei Sessions parallel laufen, sodass sich alle Teilnehmer in jedem Block für jeweils eine entscheiden müssen. Trotzdem soll jeder von allen Sessions profitieren – deswegen suchen wir Sessionpaten, die Vorträge und Diskussionen aufmerksam verfolgen und eine Zusammenfassung schreiben. Alle Texte werden nach dem eBookCamp hier auf unserem Blog veröffentlicht. Findet ihr eines der Sessionthemen besonders spannend und habt Lust, es in einer Zusammenfassung zu dokumentieren? Dann schreibt uns bis kommenden Donnerstag, den 30.10., an ebookcamp@gmail.com! Damit sichert ihr euch nicht nur unseren Dank, Ruhm, Ehre und jede Menge Karma-Punkte, sondern auch ein kleines, feines Präsent.


Die Sessions 2014: Kai Wels über die Generation Smartphone

Welche Themen erwarten euch dieses Jahr beim eBookCamp? Sessions und Sessionleiter stellen wir sukzessive hier im Blog vor.

Generation Smartphone – Die Kinder von heute sind die Kunden von morgen
Sie kennen keine Wählscheiben-Telefone und viele wissen nicht mal mehr, was eine CD ist. Jedes Display ist für sie automatisch ein Touchscreen. Sie „gehen nicht mehr ins Internet“, sie sind always on. Wann immer sie es brauchen und wo immer sie wollen. Das Netz ist einfach da, als würden sie es wie die Luft atmen können. Die Erwartungshaltungen dieser Generation, die mit Smartphones und ubiquitärem Internet aufwächst, sind völlig anders. Wo früher noch Trends durch Jugendmagazine oder Fernsehen gesetzt und verbreitet wurden, rennen diese Medien jetzt atemlos ihrer eigenen Zielgruppe hinterher und verlieren immer mehr an Bedeutung. Wer die nachfolgenden Generationen erreichen will, muss ihr mediales Nutzungsverhalten besser verstehen als sie selbst. Kai Wels lädt dazu ein, die Generation Smartphone kennenzulernen und sich mit den langfristigen Auswirkungen des Medienwandels auf spielerische Art auseinanderzusetzen.

Foto Kai Wels

Kai Wels, © Qimago Photography – Mehrdad Abedi

Kai Wels ist seit August 2013 bei Egmont Ehapa Media als Digital Product Manager tätig und beschäftigt sich dort intensiv mit dem Mediennutzungsverhalten von Kindern und den Veränderungen der Märkte der Zukunft durch die Generation Smartphone. Davor war er mehrere Jahre Senior Berater bei der Digitalagentur Torben, Lucie und die Gelbe Gefahr (TLGG GmbH). Er engagiert sich ehrenamtlich im Arbeitskreis Elektronisches Publizieren (AKEP) in der Kommission Digitale Kommunikation und Marketing. Zusätzlich ist er als freier Berater für den Berliner binooki Verlag aktiv und hält Vorträge zum Thema Digitale Transformation. Er bloggt unter www.kaipiranha.de zu digitalen Trends und Entwicklungen und schreibt als freier Autor u. a. für die WIRED Germany. Auf der Frankfurter Buchmesse 2014 stellte er sein Konzept rebookr. gemeinsam mit Johannes Albert von Albert Concepts Interior Architecture für den Vertrieb von digitalen Inhalten im stationären Handel vor.