Der Sessionplan steht!

Die Verteilung der Sessions auf die Räume klappt jedes Jahr besser. Hier ist der Sessionplan fürs eBookCamp Hamburg 2014. Und damit kein Teilnehmer in den parallel laufenden Sessions etwas verpasst, sorgen unsere Sessionpaten für die Dokumentation. Dafür vielen, vielen Dank!

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Werdet Sessionpate!

Wie in jedem Jahr werden auch diesmal wieder dreimal drei Sessions parallel laufen, sodass sich alle Teilnehmer in jedem Block für jeweils eine entscheiden müssen. Trotzdem soll jeder von allen Sessions profitieren – deswegen suchen wir Sessionpaten, die Vorträge und Diskussionen aufmerksam verfolgen und eine Zusammenfassung schreiben. Alle Texte werden nach dem eBookCamp hier auf unserem Blog veröffentlicht. Findet ihr eines der Sessionthemen besonders spannend und habt Lust, es in einer Zusammenfassung zu dokumentieren? Dann schreibt uns bis kommenden Donnerstag, den 30.10., an ebookcamp@gmail.com! Damit sichert ihr euch nicht nur unseren Dank, Ruhm, Ehre und jede Menge Karma-Punkte, sondern auch ein kleines, feines Präsent.


Die Sessions 2014: Kai Wels über die Generation Smartphone

Welche Themen erwarten euch dieses Jahr beim eBookCamp? Sessions und Sessionleiter stellen wir sukzessive hier im Blog vor.

Generation Smartphone – Die Kinder von heute sind die Kunden von morgen
Sie kennen keine Wählscheiben-Telefone und viele wissen nicht mal mehr, was eine CD ist. Jedes Display ist für sie automatisch ein Touchscreen. Sie „gehen nicht mehr ins Internet“, sie sind always on. Wann immer sie es brauchen und wo immer sie wollen. Das Netz ist einfach da, als würden sie es wie die Luft atmen können. Die Erwartungshaltungen dieser Generation, die mit Smartphones und ubiquitärem Internet aufwächst, sind völlig anders. Wo früher noch Trends durch Jugendmagazine oder Fernsehen gesetzt und verbreitet wurden, rennen diese Medien jetzt atemlos ihrer eigenen Zielgruppe hinterher und verlieren immer mehr an Bedeutung. Wer die nachfolgenden Generationen erreichen will, muss ihr mediales Nutzungsverhalten besser verstehen als sie selbst. Kai Wels lädt dazu ein, die Generation Smartphone kennenzulernen und sich mit den langfristigen Auswirkungen des Medienwandels auf spielerische Art auseinanderzusetzen.

Foto Kai Wels

Kai Wels, © Qimago Photography – Mehrdad Abedi

Kai Wels ist seit August 2013 bei Egmont Ehapa Media als Digital Product Manager tätig und beschäftigt sich dort intensiv mit dem Mediennutzungsverhalten von Kindern und den Veränderungen der Märkte der Zukunft durch die Generation Smartphone. Davor war er mehrere Jahre Senior Berater bei der Digitalagentur Torben, Lucie und die Gelbe Gefahr (TLGG GmbH). Er engagiert sich ehrenamtlich im Arbeitskreis Elektronisches Publizieren (AKEP) in der Kommission Digitale Kommunikation und Marketing. Zusätzlich ist er als freier Berater für den Berliner binooki Verlag aktiv und hält Vorträge zum Thema Digitale Transformation. Er bloggt unter www.kaipiranha.de zu digitalen Trends und Entwicklungen und schreibt als freier Autor u. a. für die WIRED Germany. Auf der Frankfurter Buchmesse 2014 stellte er sein Konzept rebookr. gemeinsam mit Johannes Albert von Albert Concepts Interior Architecture für den Vertrieb von digitalen Inhalten im stationären Handel vor.


Die Sessions 2014: Anne Tente über Wattpad

Welche Themen erwarten euch dieses Jahr beim eBookCamp? Sessions und Sessionleiter stellen wir sukzessive hier im Blog vor.

Wattpad – Das wollen die Leser?

Was wollen die Leserinnen und Leser? Die Inhalte, die ihnen die Publikumsverlage in gedruckter und digitaler Form bieten? Literatur neben Genreunterhaltung wie Spannung, Frauenunterhaltung und Fantasy? Oder wollen sie andere Inhalte? Wattpad ist die größte Self-Publishing-Plattform der Welt. Dort stellen die Mitglieder das ein, was sie auch selbst lesen wollen. Hier können Leser gleichzeitig Autor sein und umgekehrt, hier sieht man sofort, was ankommt und was nicht. Und Wattpad ist riesig: Nach eigenen Angaben haben sich mehr als 35 Millionen Nutzer registriert. Gründe genug, die Plattform und das Unternehmen genauer zu untersuchen und Fragen zu stellen: Was wollen die Wattpad-Leser, was will Wattpad und was bedeutet Wattpad für klassische Publikumsverlage und andere (auch digitale) Literaturanbieter?

Foto Anne Tente

Anne Tente, © privat

Anne Tente arbeitete als Lektorin in der Allgemeinen Reihe des Rowohlt Verlags und anschließend in München im belletristischen Taschenbuchlektorat des Heyne Verlags, zuletzt als Programmleiterin. Heute ist sie als freie Lektorin in Hamburg tätig.


Die Sessions stehen fest

eBookCamp: Die Sessions stehen fest

Unser Programm ist fertig gebaut: Die Sessions fürs eBookCamp 2014 stehen fest. © Ute Nöth

Doppelt so viele Einreichungen wie Plätze. Am liebsten würden wir ein zweites eBookCamp veranstalten –  dieses Jahr hat unser Herz bei einigen Absagen schon sehr geblutet. Danke an alle Einreicher für die guten Ideen und das Engagement!

Das hier nun sind die neun ausgewählten Sessions:

Zu unserem Schwerpunkt „Hallo Leser, wie geht’s dir?“ gibt es folgende Sessions:

  • Luise Schitteck und Carsten Sievers: Ein Traum von einem Buch. Leserstimmen zum E-Book
  • Anne Tente: Wattpad – Das wollen die Leser?
  • Heinz Mehrlich: E-Books für Sehbehinderte

Außerdem „starring“:

  • Andrea Kock: Kreativworkshop.Vom Text zum interaktiven E-BookWelche Features passen zu welchem Inhalt?
  • Steffen Meier und Vedat Demirdöven: Deutschland sucht den E-Book-Star. Eine Bestandsaufnahme
  • Uwe Naumann und Andreas Winkelmann: Deathbook – das multimediale und interaktive eBook bei Rowohlt
  • Sebastian Posth: Kleine Theorie des 360°-Online-Marketings
  • Michael Schneider: REST – Restful Webservices und die Zukunft des digitalen Publizierens
  • Kai Wels: Generation Smartphone

Sukzessive werden wir hier ausführlichere Beschreibungen zu den einzelnen Session posten – und hoffen, euch gefällt die Auswahl!


eBookCamp 2014 ausverkauft! Werdet Sessionleiter!

Liebe eBookCamp-Fans, euer Ansturm haut uns immer wieder um! Auch im vierten Jahr waren die Tickets blitzschnell ausverkauft. Wir sind überwältigt von dem großen Interesse – und hoch motiviert, dieses Jahr wieder das beste eBookCamp Hamburg aller Zeiten auszurichten.

Für alle, die leer ausgegangen sind, gibt es noch eine Chance, denn der Ticketkauf ist ja nicht der einzige Weg zum eBookCamp. Werdet doch einfach Sessionleiter! So spart Ihr nicht nur die Ticketgebühr, sondern habt auch die Gelegenheit, das Programm mitzugestalten, Teilnehmer für euer Thema zu begeistern und am Ende neuen Input und Inspiration mit nach Hause zu nehmen. Unser Call for Papers läuft noch bis zum 30. September. Also reichlich Zeit, eine Session einzureichen! Überzeugt uns mit eurem Thema, und vielleicht seid ihr dann am 1. November in Hamburg dabei. Wir sind gespannt auf eure Sessionvorschläge.


Sessionbericht: Die Legende vom richtigen Preis (Maike Prehn)

Unsere Sessionpaten haben in den Tagen nach dem eBookCamp fleißig in die Tasten gehauen, um die Themen für alle Teilnehmer und Interessierten zusammenzufassen. Vielen, vielen Dank dafür! Die Berichte veröffentlichen wir nacheinander in den kommenden Tagen.

Die Legende vom richtigen Preis – was dürfen digitale Bücher kosten?

Sessionleiterin: Maike Prehn

Text: Sana Tornow

Thema: KUNDEN

  • Wer sind unsere Kunden?
  • Kennen wir, also wir „Buchmenschen“ überhaupt unsere Kunden, die echten Endkunden, oder denken wir nach wie vor nur bis zum Handel?
  • Kenne deine Kunden, sie sind diejenigen, die unseren Job sichern.
  • Wie kann ich meine Kunden kennenlernen?
    • Umfragen, z. B. Newsletter
    • Gewinnspiele
    • Facebook-Aktionen
    • Lese- und Autorenveranstaltungen

Thema: STUDIEN

Folgende Stichpunkte beziehen sich auf die Folien, die während der Präsentation gezeigt wurden.

  • Betrachten der Marktzahlen der MediaControl-Studie
  • Starke Leserschaft sind die 30- bis49-Jährigen
  • Betrachten des Sinus-Milieus mit Fazit: bürgerliche Mitte ist die stärkste Kaufkraft bei Büchern
  • Betrachtung Preisentwicklung USA
    • Preisniveau in USA ist stark gesunken im E-Book-Segment
    • Ein Grund könnten die Self-Publisher sein
    • Media Control prüft nur die Verlage und nicht die Self-Publisher

Thema: PREIS

  • Frage in die Runde: Wie teuer sind unsere E-Books?
    • Im Allgemeinen meinten alle zwischen 15 % bis 30 % Nachlass zum Printpreis
  • Ein reiner E-Book-Verlag nimmt Preise zwischen 4,99 und 5,99 EUR pro Titel
    • Schweizer Verlage verlangen erheblich mehr, eher zwischen 15 und 16 EUR, aber die Preispolitik und die Kaufkraft der Schweiz ist völlig anders als auch dem deutschen Markt
  • Folie: was denkt der Kunde, warum sollten E-Books seiner Meinung nach günstiger sein?
    • Nichts Gedrucktes
    • Keine Lager- und Transportkosten
    • Daten können verloren gehen
    • E-Book kann nicht verliehen oder nach Gebrauch weitergegeben werden
    • Grundsätzlich sind digitale Inhalte günstiger als analoge, Bsp. CD vs. MP3
    • Kunde muss ja schon das Lesegerät teuer kaufen, da sollte die „Software“ günstig ausfallen

Hier sehr interessanter Einwand eines eBookCamp Besuchers: Kunden sollten das Lesegerät und E-Books damit vergleichen, dass sie zu einer exklusiven Party (Lesegerät) gehen, die eben Eintritt kostet, und hier genehmigt man sich ein paar gute Getränke(E-Books). Wir müssen es den Kunden nur richtig verkaufen bzw. beschreiben.

  • Allgemein kann festgehalten werden, dass der Preis auch eine Frage des Genres ist
    • Krimis gibt es „en masse“, deshalb sollten sie günstig sein
    • Ausnahme: Bestsellerautoren-Krimis (starke Namen, starke Autoren dürfen teurer sein)
    • Wissenschaft, Historische Romane und Fachbücher dürfen teurer sein
  • Welche Vorteile bietet die Buchhandlung gegenüber Amazon und Online-Shops?
    • Bei Amazon ist kein gemütliches Stöbern möglich.
    • Online-Shops bieten keine schöne Einkaufsatmosphäre,
    • keine Spontan- bzw. Impulskäufe,
    • keine ansprechende Buchpräsentation.
    • Durchblättern oder Reinlesen ist beim Online-Kauf nur bedingt möglich.
  • Die meistverkauften E-Books liegen im Preissegment von 2,99 bis 9,99 EUR
  • Für Self-Publisher liegt der Richtwert bei 2,99 bis 3,99 EUR, das ist der Preis, den der Kunde am ehesten bereit ist, zu bezahlen (laut Beobachtungen und Studien)
  • Die zwei Hauptprobleme mit E-Books, die wir festgestellt haben, sind:
    • E-Books sind keine schönen bzw. attraktiven Geschenke
    • E-Books können nicht als Statussymbol oder dekorativ im Wohnzimmer drapiert werden
  • Das bedeutet:
    • Wenn ich ein E-Book kaufe dann fast nur, um es wirklich selbst zu lesen
    • Ein Buch ist immer auch ein willkommenes Geschenk
  • Interessante Entwicklung: gedruckte Bücher werden teurer.
  • Lösungen? Wir bräuchten digitale Modelle, um E-Books attraktiver zu machen. Was könnte das sein?
    • Streaming
    • Ausleihe
    • Eine attraktive Lösung für Geschenkgutscheine für E-Books, die individuell mit dem entsprechenden Code versehen werden können

Wichtiger Hinweis:

Es ist eigentlich aus grafischer Sicht untragbar, dass E-Books und gedruckte Bücher die gleichen Cover haben. Eigentlich müssten E-Books angepasste, für den Screen angepasste Cover bekommen– und andersherum auch. Eigentlich weiß jeder: Was im Print funktioniert, sieht am Bildschirm oder auf dem Reader in Graustufen noch lange nicht gut aus!

Fazit:

  • E-Books dürfen nicht zu günstig (> 2,99 EUR) aber auch nicht zu teuer (< 9,99 EUR) sein, sonst werden sie von den Kunden als nicht wertig oder überteuert empfunden
  • E-Book wird von den Kunden immer als weniger wert als das Buch empfunden
  • Grundsätzlich großes Preisgefälle
  • Enhanced E-Books verkaufen sich so gut wie gar nicht, wahrscheinlich weil sie einfach zu teuer sind und den Kunden nicht genug Mehrwert bieten, zudem sind sie fast nur bei iOS sinnvoll einsetzbar
Maike Prehn: Die Legende vom richtigen Preis, Session beim eBookCamp 2013

© eBookCamp

 


Sessionbericht: Wie wird der Kuchen künftig verteilt? (Nina Kreutzfeldt)

Unsere Sessionpaten haben in den Tagen nach dem eBookCamp fleißig in die Tasten gehauen, um die Themen für alle Teilnehmer und Interessierten zusammenzufassen. Vielen, vielen Dank dafür! Die Berichte veröffentlichen wir nacheinander in den kommenden Tagen.

Wie wird der Kuchen künftig verteilt? E-Book-Kalkulation im Verlag

Sessionleiterin: Nina Kreutzfeldt

Text: Barbara Lauer

Nina Kreutzfeldt: Wie wird der Kuchen künftig verteilt, Session beim eBookCamp 2013

Knapp 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich in der Session von Nina Kreutzfeldt zusammengefunden, um über die Kalkulation von E-Books zu diskutieren und das Vorgestellte mit dem eigenen Ansatz abzugleichen. Ausgangspunkt war die klassische Verlagskalkulation, in die neben das Printbuch als zweite Säule das E-Book gesetzt wurde. Gezeigt wurden auf der E-Book-Seite ein Best-Case- und ein Worst-Case-Szenario, bei denen sich vor allem der Handelsrabatt, die Autorenhonorare und die Vertriebskosten unterschieden.

Einen Unterschied im Vergleich zum Printbuch macht bereits die Mehrwertsteuer aus, deren Höhe gegenwärtig bis Ende 2014 vom Firmensitz des Anbieters abhängt (also z. B. bei 3 % liegt, wenn das Unternehmen seinen Sitz in Luxemburg hat). Ab 2015 bestimmt sich die Mehrwertsteuer nach dem Land des Bestellenden.

Der Handelsrabatt liegt günstigenfalls etwas niedriger als beim Print (30 % im Vergleich zu 50 %), die Honorare dafür höher (20 %, 25 % und sogar 50 % wurden in der Runde genannt), Tendenz durch Selfpublishing-Möglichkeiten eher steigend.

Unterschiedliche Ansätze gibt es bei der Verteilung der Herstellkosten. In der Musterkalkulation trug das E-Book nur die Kosten der Konvertierung, die Satzkosten waren dem Printbuch zugeordnet. Dies wird aber nicht überall so gehandhabt. Genannt wurde das Modell einer Aufteilung der Satzkosten auf beide Formate, nach Anteil der erwarteten Auflage, was durchaus dazu führen kann, dass E-Books als unrentabel eingestuft und nicht gemacht werden. Weitere Diskussionspunkte waren die Zuordnung der Gemeinkosten und der Kosten für eine evtl. Workflow-Anpassung.

Wie sieht aber nun die Situation bei reinen E-Book-Verlagen aus? Hier steht kein Printbuch daneben, das ggf. den Großteil der Kosten trägt. Andererseits sind bei kleineren E-Book-Verlagen, die mit wenig eigenem Personal arbeiten, die Fixkosten deutlich geringer. Insofern schien das Kalkulationsmodell für reine E-Book-Verlage weniger geeignet.

Insgesamt scheint es geboten, sich auch bezüglich der Produktformen und des Preisgefüges stärker vom gedruckten Buch zu lösen, bietet das E-Book doch verschiedene Variationsmöglichkeiten, z. B. preisgünstige Kleinveröffentlichungen (Single Edition). Dotbooks war zunächst mit dem klassischen Ansatz gestartet, hat aber erst durch deutliche Preissenkungen, Preisaktionen und Marketingmaßnahmen die Verkäufe ankurbeln können und macht bei Preisen im Bereich von 4,99 Euro nun deutlich mehr Umsatz als vorher. Mit Preisen und Aktionen wird nach anderen Aussagen derzeit recht viel gespielt und experimentiert, wobei auch schon gewisse Abnutzungserscheinungen erkennbar seien.

Der heute von vielen Verlagen praktizierte Preisansatz von 80 % des Printpreises erschien nahezu allen Teilnehmern als zu hoch. Die E-Book-Preise werden sich voraussichtlich eher Richtung 50 % entwickeln bzw. sollten im Bereich Belletristik/Unterhaltung nicht über 10 Euro liegen. Schließlich entfällt beim E-Book die Möglichkeit, durch eine gehobene Ausstattung (wie Hardcover, Papier, größerer Umfang) wertig zu erscheinen. Beim E-Book sollen die Käufer nun eher den Wert des Inhalts honorieren, was deutlich schwieriger zu vermitteln ist. Dazu kommt, dass einige Verlage das E-Book im Bundle mit dem Printbuch anbieten (z. B. über einen ins Buch eingedruckten Zugangscode, über den sich das E-Book herunterladen lässt, wovon allerdings nur 10–20 % der Käufer überhaupt Gebrauch machen). Dadurch kann das E-Book leicht als „Abfallprodukt“ des gedruckten Buches erscheinen. Auch die Verlage müssen vermutlich noch stärker lernen, den Inhalt in seinen verschiedenen Erscheinungsformen als das Produkt zu verstehen und nicht so sehr das gedruckte Buch oder E-Book. Die wichtigsten Stellschrauben für den Erfolg und damit die Wirtschaftlichkeit von E-Books, das klang immer wieder durch, sind aber Preis und Marketingaktivitäten.

Leider reichte aufgrund der lebhaften und interessanten Diskussionen die Zeit nicht mehr zum angekündigten Blick in die Glaskugel, wie eine Kalkulation im Jahr 2018 aussehen könnte. Es bleibt also spannend, dieses Thema weiterzuverfolgen und zu vertiefen.


Ein eBookCamp ist ein Camp? Ist ein Barcamp? Ist ein eBookCamp!

Der Termin des eBookCamps naht und wir möchten gern noch ein paar Worte zu Form und Ablauf der Veranstaltung verlieren. Um es als Ergänzung zu den bisherigen Informationen noch einmal klar zu stellen: Wir nennen das Ganze Camp, sind aber kein Barcamp im ursprünglichen Sinne. Wir haben zwar viele, aber eben nicht alle Elemente eines klassischen Barcamps aufgegriffen.

Der größte Unterschied liegt wohl darin, dass vor Ort kein gemeinsames Sessionplanning stattfindet, sondern dass wir vorab um Sessionvorschläge baten und die sechs Sessions bereits feststehen. Sehr gern hätten wir es – ganz barcampmäßig – ermöglicht, dass auch die Auswahl der Themen selbst zu Beginn der Veranstaltung stattfindet. Dafür wäre aber in den sechs Stunden, die wir für die Veranstaltung angesetzt haben, zu wenig Zeit. Wichtiger erschien uns, für die einzelnen Sessions mehr als nur 30 Minuten zur Verfügung zu haben, damit wir tiefer in die Themen einsteigen können. Warum haben wir überhaupt nur sechs Stunden für das eBookCamp eingeplant? Da es die erste Veranstaltung dieser Art ist, konnten wir zu Beginn der Planungen nicht absehen, auf wie viel Interesse wir stoßen würden. Um die Kosten im Rahmen zu halten, schien es uns sinnvoll, die Zeit auf einen halben Tag zu beschränken.

Letztlich waren wir uns aber sicher, dass auch bei einer Vorauswahl der von euch eingereichten und von uns organisierten Sessions viele interessante Themen herauskommen würden – wir finden, die Sessions, die mittlerweile feststehen, bestätigen das. Nun sind wir gespannt auf eure Beiträge und die Ergebnisse am Abend des 5. November!